Klassiker: Millionenspiel

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Das Spiel was ich heute in der Rubrik „Klassiker“ vorstelle, ist das Spiel „Millionenspiel“ von Rüdiger Koltze aus dem Jahre 1982 von Ravensburger. Ich selbst kenne das Spiel noch gar nicht so lange. Obwohl ich schon einige Jahre spiele, ist mir dieses Spiel noch nie unter gekommen. Ja ich habe sogar bis vor wenigen Wochen noch niemals was davon gehört. Um so erstaunter war ich, dass es auf der Spiel des Jahres Nominierungsliste 1982 stand (damals, als der Name „Spiel des Jahres“ noch für was stand). Die diesem Jahr wurde „Sagaland“ das Spiel des Jahres, ein Spiel, was ich wirklich sehr, sehr oft gespielt und geliebt habe.

Zwar erinnert der Name an den deutschen Filmklassiker „Das Millionenspiel“ aus dem Jahre 1970, hat damit aber nichts zu tun. Es wurde auch nicht versucht auf den Merchandise-Zug aufzuspringen (was mich nicht gewundert hätte, hat der Film doch durch seine realistische Darstellung für Furore gesorgt). Und so bleibt uns Spielern ein lupenreines „Zockerspiel“ mit einer Grafik, die sich heute wohl niemand mehr trauen würde (und auch 1982 schon als „schlicht“ angesehen wurde).

Eigentlich ist alles, aber wirklich alles, an dem Spiel dem Zufall überlassen und die Spieler haben lediglich die Wahl was sie jede Runde einsetzen. Setzen sie richtig, gewinnen sie, setzen sie falsch verlieren sie. Wer zuerst eine Millionen erreicht, der gewinnt das Spiel. „Der Witz“ (bzw. das Spiel) ist, dass vor jedem Spielzug gewettet wird. Sobald das geschehen ist, würfelt der aktuelle Spieler (es wetten immer alle) und zieht die Spielfigur im Kreis weiter. Je nachdem, wo die Spielfigur dann steht, gewinnen die Spieler ihren Einsatz, das Zehnfache, das Hundertfache oder verlieren ihren Einsatz oder verlieren das was sie nicht gesetzt haben. Damit das Chaos komplett ist, wird bei einem Pasch „weiter gewürfelt“ (und gezogen). Das hört sich wild an? Ist es auch. Aber wer denkt, dass es langweilig ist, der irrt gewaltig. Taktisches setzen, abschätzen von Wahrscheinlichkeiten und eine gute Portion Schadenfreude können wirklich Spaß machen und sogar spannend sein.

Wer ein einfaches, flottes und familiengerechtes Spiel sucht und keine Angst vor Glück im Spiel hat, kann eigentlich wenig falsch machen. Spiele wie Gambler oder Bluff (beide F.X.) schlagen in die gleiche Kerbe. Einen Wermutstropfen gibt es aber dann doch, denn das Spiel scheint schön länger nicht mehr produziert zu werden. Es lässt sich aber auf dem Gebrauchtmarkt für einen akzeptablen Preis (5-10 Euro) bekommen.

Externe Quellen/Links:

Attila

Über Attila

Ich Spiele alles. Von Kinderspielen über Euro-Games, jeder Komplexität, bis hin zu CoSim's. Potentiell gibt es kein Genre, was ich nicht spiele - das Spiel muss halt für mich in der entsprechenden Gruppe einen Reiz haben. Ich mag's gerne, wenn es was länger dauert und auch etwas komplizierter ist. Wenn nicht, auch gut.
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Ein Kommentar zu Klassiker: Millionenspiel

  1. Pingback: SdJ im Wandel der Zeiten – Teil 4 [1982] – Sagaland | Attila-Products

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