Todesschwalbe an der Strafraumgrenze: Millionen Schwalben

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Klinsmanns hohe Schule?

Das Spiel der Woche ist zwar (noch) kein Klassiker, aber ist auf jeden Fall ein Kultspiel. 2006 hat Urs Hostettler bei Fata Morgana das Fußballspiel Millionen Schwalben veröffentlicht und einen humoristischen Meilenstein geschaffen, der dem Fußball zugeneigten Spieler tränen lachen lassen kann.  Anders als man bei dem Begriff Fußballspiel denken könnte, ist es jedoch keine Simulation eines Fußballspiels, sondern viel mehr die Simulation eines Fußballturniers (EM/WM). Die Ergebnisse der Spiele selbst werden auf abstrakte (und höchst humorvolle) Art ermittelt.  Zum Einen geht es darum „seine“ Mannschaften mit möglichst geringem Aufwand durch das Turnier zu bringen und zum Anderen geht es viel mehr um taktische Klüngeleien zwischen den Teamchefs der Mannschaften und auch um den Schiedsrichter.

Das Ganze ist, obwohl mit einem Augenzwinkern, realistischer als jede ernst gemeinte Fußballsimulation und doch so spaßig, dass man es fast als Partyspiel bezeichnen kann. Natürlich geht es um knallhartes Kalkül und alles steht und fällt damit, dass jeder Spieler mit „seinen“ Mannschaften mitfiebert, taktiert und mit allen Schikanen versucht seine Pläne umzusetzen. Schiedsrichterbestechungen, unberechtigte Elfmeter aus dem Nichts inklusive.

Dabei ist Millionen Schwalben kein flottes Spiel. Drei bis fünf Stunden sollte man sich, je nach Turnier, Zeit nehmen um den Spaß genießen zu können. Dabei ist es erstaunlich wie oft man verblüffend nah am historischen Turnierverlauf ist, dabei ist es auch unerheblich ob die Spieler überhaupt wissen, wie das Turnier verlaufen ist oder nicht. Millionen Schwalben schreibt die Fußballgeschichte zumindest für einen Nachmittag neu, mit allen seinen Emotionen. Sowohl wenn Deutschland Weltmeister wird, als auch in seinen bitteren Momenten.

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Attila

Über Attila

Ich Spiele alles. Von Kinderspielen über Euro-Games, jeder Komplexität, bis hin zu CoSim's. Potentiell gibt es kein Genre, was ich nicht spiele - das Spiel muss halt für mich in der entsprechenden Gruppe einen Reiz haben. Ich mag's gerne, wenn es was länger dauert und auch etwas komplizierter ist. Wenn nicht, auch gut.
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