Flucht vom Spieletisch: Deckscape

Knobelspaß im Dreierpack.

Escape Räume sind seid einiger Zeit im Trend und auch die Umsetzungen für den Küchentisch erfreuen sich steigender Beliebtheit. Kosmos, Noris, Space Cowboys haben ihre Escape Room Umsetzungen erfolgreich etabliert. Auch Abacus hat ein System im Programm, welches nicht die Verbreitung hat, wie die 3 “großen” Verlage. Das liegt aber ganz sicher nicht an der Qualität der Abenteuer, sondern vermutlich eher daran, dass die Deckscape Spiele im kleinsten aller Exit/Escape-Spiele Format daherkommt.

Im Format einen großen Kartenspiels (The Game, The Mind, The City, etc) enthält ein Deckscape im Kern 60 Karten, welche die Spieler für etwa 60 Minuten mit Rätseln beschäftigen werden. Zentraler Punkt sind hier thematisch eingebettete Rätsel, welche die Spieler gemeinsam in ein Abenteuer entführt, auf das man sich zumindest in meinen Gruppen hervorragen einlassen konnte. Jedes Deckscape hat dabei einen eigenen kleinen Kniff, so spielt in “Raub in Venedig” z.B. jeder Spieler einen Charakter, der Informationen hat, die nur er hat (das ist kein Spoiler, keine Angst). Ohne Spielmaterial zu “verbrauchen”, schafft Deckscape es mit dem 60-Karten-System auf eine eigene Art die Spieler rauszufordern. Das mag für den ein oder anderen eher uninteressant sein, aber alle meine Exit/Escape-Spiele wurden bisher mehrfach gespielt (nur einmal von mir) – außer die Kosmos-Exits, welche ich nach einer Partie wegschmeiße.

So kann man die Deckscapes auch wunderbar weiter verschenken (Schwester, Schwager, Katze, Hund … ) oder hält sie in der Spielesammlung für Spieletreffs, o.ä.. Man muss nicht einmal irgendetwas basteln. Wie bei einem regulären Kartenspiel packt man einfach alles wieder ein und die nächste Gruppe kann Spaß damit haben.

Abacus hat ein wunderbares System, was tadellos funktioniert und viel thematischen Spaß für wenig Geld bietet. Leider liest und hört man wenig davon. Das mag auch damit zusammen hängen, dass es bisher nur 3 Abenteuer gibt, aber ich denke es liegt primär daran, dass die “kleinen” Abacus-Escapes von vielen nicht ernst genommen werden. Das ist ein Fehler, denn müssen sich die Abenteuer hinter niemandem verstecken. Ganz im Gegenteil, in manchen Teilen sind sie sogar ganz weit vorne.

Externe Quellen/Links:

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Attila

Über Attila

Ich Spiele alles. Von Kinderspielen über Euro-Games, jeder Komplexität, bis hin zu CoSim's. Potentiell gibt es kein Genre, was ich nicht spiele - das Spiel muss halt für mich in der entsprechenden Gruppe einen Reiz haben. Ich mag's gerne, wenn es was länger dauert und auch etwas komplizierter ist. Wenn nicht, auch gut.
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