Klein aber fein: North American Railways

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In der „Rubrik klein aber fein“ möchte ich heute North American Railways vom geschätzten Peer Sylvester vorstellen was 2016 bei Spielworxx erschienen ist. Ein sehr kompaktes Spiel mit übersichtlichem Spielmaterial was aber sowohl höchst interaktiv als auch äußerst komplex ist.

Das Eisenbahnspiel, was eine Art einfaches 18xx Kartenspiel ist, hat im Kern drei der vier  Elemente eines „typischen“ Eisenbahnspiels: Aktien, Streckenbau und Einkommen (was genau die 3 Phasen des Spielablaufs sind). Obwohl die Spielerinteraktion direkt ist, ist das Spiel konstruktiv. Bei einem Aktienkauf einer Gesellschaft eines anderen Direktors hat der entsprechende Direktor eine Art Vorkaufsrecht, er hat allerdings keinen Einfluss auf den Kaufpreis. Kann oder will er den nicht bezahlen muss er den anderen Spieler gewähren lassen. Hier spielt sich ein Großteil des Spiels ab da über den Aktienkaufpreis bestimmt wird wie viel Vermögen die Gesellschaft in der anschließenden Bauphase (oder „Städte kaufen“, wie die Regel es benennt) hat.

Die Geschicke einer Gesellschaft wird dabei nicht nur von dem Direktor bestimmt, sondern potentiell von jedem Spieler, der mindestens eine Aktie dieser Gesellschaft besitzt.   Hier sind taktische Manöver entgegen dem Willen des Direktors keine Seltenheit. So entscheiden die angeschlossenen Städte darüber, wie viele Einnahmen die Gesellschaft hat und wie viel Geld sie an ihre Aktionäre ausschüttet.

Grob gesehen ist das bereits das ganze Spiel. Spielmechanisch trivial, spielerisch aber sehr komplex. Wer einen Blick in die Regeln werfen möchte, kann das auf der Spieworxx-Seite tun. Trotz der Einfachheit ist das Spiel kein Familienspiel, es hat kaum Glückskomponenten (den Startspieler und eine zufällige offene Auslage (Aktionen & Städte) , die aber zu Spielbeginn ausgelegt wird). Die Spieler besitzen also immer das vollständige Wissen über das Spiel (aber freilich nicht über die Pläne ihrer Mitspieler).

Wer ein knackiges Wirtschaftsspiel (<1h Spielzeit) mit leichtem  18xx „feeling“ im Format eines anspruchsvollen Kartenspiels sucht, sollte North American Railways versuchen. Selten findet man so viel Spiel in so kleiner Schachtel.

Externe Quellen/Links:

Attila

Über Attila

Ich Spiele alles. Von Kinderspielen über Euro-Games, jeder Komplexität, bis hin zu CoSim's. Potentiell gibt es kein Genre, was ich nicht spiele - das Spiel muss halt für mich in der entsprechenden Gruppe einen Reiz haben. Ich mag's gerne, wenn es was länger dauert und auch etwas komplizierter ist. Wenn nicht, auch gut.
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