Von Grabbern und Brettspielexperten

Höchst eigenartige Dinge geschehen im Brettspieleland. Dazu auch noch höchst amüsante. Bevor ich den den Forumsbeitrag „Experten …“ gestern um 21:15 veröffentlicht habe, habe ich meinen Provider beauftragt die Domain „diebrettspielexperten.de“ für mich zu registrieren. Da ich nicht bei einem der grossen billig-Provider bin, scheint die Bearbeitung von Domainanträgen etwas verzögert vonstatten zu gehen (was mir herzlich egal ist). Anschliessend habe ich den erwähnten Forumspost mit der Ankündigung die Domain diesem Projekt zu spenden verfasst.

Wie der Zufall es will, hat kurz darauf hin jemand über 1&1 für exakt diese Domain einen Registrierungsantrag gestellt. Diese wurde dann um 22:51 auch registriert. Heute morgen wurde die Domain dann im Onlinemarktplatz für Domains „sedo.com“ zum Verkauf angeboten. Der Preis ist von 349,- (heute morgen ca. 8:00) nun auf 120,- (Stand: 11:00) gesenkt worden.

Das ist sind erstaunliche Zufälle, wie ich finde. Ist etwa ein Wohltäter unter uns, der mir ganz uneigennützig meine eigene Domainidee verkaufen möchte? Nun, vermutlich wird sich die Person niemals offenbaren, zumindest wäre ich sehr überrascht wenn sie es täte.

Natürlich bin ich es selber „Schuld“, ich hätte ja warten können bis ich die Bestätigung meines Providers bekomme, aber warum sollte ich? Es hat sich seit bestehen des Internets niemand für diese Domain interessiert und ausgerechnet wenn ich es ankündige hat „zeitgleich“ jemand die Domain ge„grabbed“. Was für  ein Wahnsinnszufall!

Oder ist das etwa kein Zufall? Haben wir jemanden der mir „eins auswischen“ möchte? Wie gesagt, vermutlich werden wir (oder ich) es so oder so niemals erfahren. Ich für meinen Teil bin überhaupt nicht böse über diese Aktion und bin mehr an den Hintergründen interessiert als an der Domain selbst. Natürlich habe ich noch ein paar weitere höchst passende (und nicht registrierte) Namen für das Community-Forum im Hinterkopf , „diebrettspielexperten“ war sogar meine zweite Wahl, welche wegen der Geradlinigkeit „gewonnen“ hat.

Nun wird es etwas sperriger, aber auch hintergründiger. Welch‘ eine großartige Geschichte rund um das Entstehen eines neuen Forums. Dem „Grabber“ wünsche ich alles gute und ich nehme ihm das in keiner Weise übel, bevorzuge aber die direkte Aussprache.

Hey lieber anonymer Inhaber von „diebrettspielexperten.de“, was ist genau dein Problem? Melde dich doch einfach mal! Lesen tust du das hier ja offensichtlich. Kommunizierenden Menschen kann geholfen werden.

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Nun auch mit Forum

So, der Anfang ist gemacht. Es wird Zeit für ein unabhängiges und freies Brettspielforum. Garantiert ohne Werbung und ohne Spendenaufrufe.

Wer sich einbringen mag, kann das gerne tun. Wer eine Idee hat, kann sie äußern. Wer Kritik hat, soll sie äußern. Kein Limit, nur Spaß, Diskussionen und Brettspiele.

Alles was relevant ist. Jetzt auch im Menu. 🙂

Anpassung vom Design, Forenstruktur kommt. Gerne auch mit euren Anregungen.

Happy Gaming.

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Gloomhaven: World-Buildung par excellence

Im direkten Vergleich sieht Star Wars: Rebellion winzig aus

Im direkten Vergleich sieht Star Wars: Rebellion winzig aus

Die Welt der Dungeon Crawler hat sich lange Zeit in einer Art Schaffenskrise befunden. Seit Heroquest 1989 erschienen ist, hat sich zwar einiges getan aber vergleicht  man Descent 2nd Edition aus dem Jahre 2012 mit dem vorgenannten bemerkt man, dass sich die Spiele im Grunde nur in Details unterscheiden. Klar, Descent ist moderner und profitiert von den Detailverbesserungen enorm, aber nach Helmut Kohl ist es  entscheidend was hinten raus kommt. Und das ist bei Heroquest nun mal im Kern das Gleiche wie bei dem mehr als 20 Jahre älteren Descent.

Nun scheint es einen neuen Silberstreif am Horizont der Dungeon Crawler zu geben: Gloomhaven von Isaac Childres geht in vielerlei Hinsicht Wege die bisher kein Crawler gegangen ist und schafft es gleichzeitig die ursprüngliche Faszination einer eigenen Welt, die in einer Kampagne nach und nach entdeckt wird, neu anzufachen.

Abstrakt gesehen entspricht Gloomhaven genau dem Archetyp dieses Genres: Eine Heldengruppe marschiert von Szenario Dungeon zu Szenario Dungeon, sammelt dabei Erfahrung, Gold und div. Ausrüstungsgegenstände. Im Laufe der Kampagne werden die Helden stärker, bekommen bessere Ausrüstung und können damit stärkere Monster verdreschen. Eine kleine Besonderheit ist, dass man ohne Overlord oder Spielleiter auskommt (ähnlich der durchaus gelungenen App für Descent, die den OL-Part übernimmt – nur ohne App).

Ein Szenario bietet eine umfangreiche Story

Ein Szenario bietet eine umfangreiche Story

Schaut man etwas  mehr in die Details, so findet man Mechaniken die nur vereinzelt genretypisch sind. Die Motoren des Spiels beleben das festgefahrene Genre auf eine Art und Weise, die das Herz von so manchem Hobby-Abenteurer höher schlagen lässt. Zum einem ist dies der Ablauf des Szenarios. Nach dem Spielaufbau und dem üblichen (und durchaus wichtigen) „flavour“-Text, geht die Klopperei los. Anstatt mit dem Charakter zugeordneten Bewegungspunkten und Kampfaktionen hat jeder Held ein eigenes Kartendeck, welches alles ausmacht was ein Held so kann. Laufen, Kämpfen, Rundumschläge, Springen, Heilen, etc. – alles was ein Held tut wird über diese Fähigkeitskarten gesteuert. Davon kann jeder Held 8 bis 12 (zumindest die Helden, die ich bisher kenne) in ein Szenario mitnehmen. Jede Karte hat zwei Aktionen eine „oben“ und eine „unten“. Jede Runde wählen alle Helden gleichzeitig zwei dieser Karten verdeckt aus, legen sie vor sich hin, decken sie dann auf und die oberste Karte bestimmt für die ganze Runde die Initiative. Danach spielen sie in Initiative Reihenfolge von einer Karte die obere Aktion und von der anderen die untere Aktion. Diese Karten sind dann vorerst erschöpft und man spielt mit denjenigen weiter, die man noch hat. Hier sind schon die ersten interessanten Entscheidungen für die Helden: Zum einen wählt man 2 Karten, dessen Aktionen man durchführen möchte (und dann hat man diese Aktionen erstmal nicht mehr zur Verfügung) und zusätzlich wird von jeder Karte nur die Hälfte (oben/unten) ausgeführt, so das man hier Aktionen „abwerfen“ muss, ohne sie auszuführen. Die Karten sind so aufgebaut, dass die Aktionen „oben“ eher Kampfaktionen sind und die Aktionen „unten“ eher Bewegungsaktionen. Hier findet man ein Motiv wieder, welches ganz genretypisch ist: 2 Aktionen; bewegen und kämpfen.

Nun ist man mit einem Kartendeck von 10 Karten, bei 2 gespielten Karten pro Runde, recht zügig am Ende seiner Möglichkeiten angekommen. Wenig überraschend  kann man erschöpfte Karten wieder auf die Hand nehmen, jedoch gibt es einen kleinen Kniff, der es in sich hat. Grundsätzlich kann ein Held alle seine erschöpften Karten am Ende jeder Runde wieder auf die Hand nehmen. Wenn er davon eine Karte zufällig und permanent (für dieses Szenario) abwirft. Oder man verzichtet am Anfang der Runde auf das Ausspielen von 2 Karten (= man verzichtet auf die 2 Aktionen in der Runde), hat für die Runde die Initiative 99 und bekommt am Ende alle abgelegten Karten wieder, von denen er eine auswählen darf, die er permanent abwirft. Wie man es auch dreht, mit jedem „Durchlauf“ seines Kartendecks wird das Deck kleiner. Das symbolisiert die fortschreitende Erschöpfung, die ein Held mit der Zeit in so einem Dungeon erleidet auf eine einfache, effektive und höchst interessante Art, denn es ist für den Helden durchaus entscheidend, welche seiner Aktionen er permanent aus dem Spiel nimmt. Zudem hat jeder Held eine individuelle maximale „Verweildauer“ in einem Dungeon, bevor er vor Erschöpfung zusammenbricht. Das Ganze wird dadurch verschärft, dass eine Vielzahl von Aktionen, meistens die etwas stärkeren, von dem Spieler verlangt die Karte permanent aus dem Spiel zu nehmen. Deswegen hat man immer die Wahl, eine Karte als Standard-Kampf (oben) oder Standard-Bewegung (unten) zu verwenden. Das ist thematisch grandios und stellt den Spieler vor Entscheidungen, die weit über das Übliche „welches Monster greife ich zuerst an“ hinaus gehen, und sind oft entscheidend für den Erfolg.

Der Kampf selber wird auf unspektakuläre Weise, im Prinzip auch ganz genretypisch, aufgelöst. Basiswert + zufälliger Modifikator = Kampfwert. Inklusive von bekannten Sachen wie „Shields“, „Pierce“ u.ä. – anstelle von Würfeln wird hier allerdings auf ein weiteres Kartendeck gesetzt. Dieses enthält Werte von -2 bis +2 sowie einen Fehlschlag und eine Verdopplung. Dieses besteht anfangs bei jedem Helden aus den gleichen 20 Karten. Anstatt einer Würfelorgie wird pro Kampf eine Karte aufgedeckt und das Ergebnis steht fest. Das geht schnell von der Hand und bewirkt das Gleiche wie Würfeln. Dazu kommt jedoch, dass die Helden zwar alle mit dem gleichen Deck starten, jeder Held jedoch im Laufe einer Kampagne sein Deck individuell modifizieren kann (und wird).

Ohne auf weitere Details einzugehen, hat Isaac hier basierend auf Euro-Mechanismen ein Fundament geschaffen, auf dem die Spieler in ein Szenario eintauchen können, in welchem sie sich auf ihre Entscheidungen konzentrieren können ohne viel Zeit für das Bilden von Würfelpools, würfeln und auswerten der Ergebnisse aufwenden zu müssen. Das kommt dem Spieltempo zu gute und das nicht zu knapp.

Neben dem mehr als soliden Fundament, hat Gloomhaven allerdings noch viel mehr zu bieten, denn die richtige Faszination wird davon versprüht, wie dies alles in das Kampagnensystem eingebettet ist. Auch hier gibt es viele kleine Kniffe, welche dazu führen, dass sich Gloomhaven wie eine eigene Welt anfühlt. Jeder Held hat ein Lebensziel auf welches er hinarbeitet, welches den anderen Spielern unbekannt ist. Ebenso hat jeder Held ein individuelles Szenarioziel.  Beides zusammen bringt eine weitere individuelle Ebene in die Dungeons, da jeder Spieler eigene Ziele verfolgt, was durchaus zu Irritationen führen kann und teilweise „Reibungsfläche“ bietet.

Reichlich Sticker um die Welt zu gestalten

Reichlich Sticker um die Welt zu gestalten

Anders als jede mir bekannte Kampagne eines anderen Spieles, welche von Anfang an auf ein festes Ziel ausgelegt ist (töte den Oberboss, finde XYZ, etc.) kommt hier die Motivation aus dem Wunsch heraus die Welt zu entdecken und sein persönliches Lebensziel zu erfüllen. Jedes Szenario hat zwar ein eigenes Szenarioziel, wenn man dieses erfüllt, gilt das Szenario als“gewonnen“, aber es gibt kein direktes Spielziel für die Kampagne. Ein Spieler, der mit seinem Helden sein Lebensziel erfüllt, schaltet weiteres Spielmaterial frei und bekommt unverzüglich einen neuen Helden, welchen er wieder mühsam mit viel Liebe hoch leveln kann. Auch die Szenarien sind durch eine sehr intensive Geschichte miteinander verwoben, welche nicht linear verläuft, sondern sich verzweigt und teilweise auch Zweige „abgeschnitten“ werden können. Eine Entscheidung in Szenario A kann dazu führen das man ggf. Szenario B nicht mehr spielen kann (mit allem, was das Szenario potentiell freischalten würde). Hier sind starke Legacy-Aspekte, welche thematisch sehr überzeugend sind und sich „richtig“ anfühlen. Die Kampagne hat 95 Szenarien, von denen man laut Autor etwa 1/2 –  2/3 spielen kann, bis man „am Ende“ angekommen ist. Das macht neugierig und ist der eigentliche Kern des Spieles: eine eigene Welt entdecken und gestalten. Das fühlt sich stark wie ein MMORPG wie z.B. World of Warcraft an. Das ist eine eigene Welt, in der man sich mit seinen Freunden trifft,  in dieser herumstreift und Abenteuer erlebt. Man lebt quasi in dieser Welt für die Zeit, die man am Spieletisch sitzt. Angesichts dessen erscheinen 95 Szenarien als nicht mehr so viele, sondern werfen eher die Frage auf: Was kommt danach? Es wird noch eine ganze Weile dauern bis ich diese Frage nach dem Leben nach Gloomhaven beantworten kann.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es sich Solo hervorragend spielt und ebenso können mehrere Heldengruppen in der gleichen Welt spielen. Auch müssen Spieler, denen Legacy nicht so sehr zusagt nicht allzu skeptisch sein. Mit wenig Aufwand lässt sich das Spiel komplett „resetten„. Dazu lassen sich auch durchaus mehrere Kampagnen parallel spielen, in der jede Gruppe eine komplett eigene Welt kreiert. Nur wenig relevantes Spielmaterial wird permanent verändert oder gar zerstört. Nichts was sich nicht mit Kartenhüllen, einem Kampagnensheet und einem Stickerbogen mit ablösbaren Stickern lösen lässt.

Isaac hat sehr umfangreiche Blogs über die Entwicklung von Gloomhaven verfasst, welche äusserst interessant und lesenswert sind. Woher seine Ideen kommen und was er mit welchen Mechanismen erreichen will, sind nur einige der Aspekte, die dort aus Sicht des Autor beleuchtet werden. Absolute Leseempfehlung.

Ich könnte mich seitenlang über die vielen Kleinigkeiten auslassen, die in das Spiel so integriert sind, dass man sie von der Spielmechanik nicht bemerkt, weil sie logisch sind, keinen Zusatzaufwand bedeuten und absoluten Spaß bereiten, jedoch würde ich vermutlich kein Ende finden und am Ende steht nach wie vor ein Ausnahmespiel, welches seinesgleichen sucht. Ohne wenn und aber, ich habe für mich den heiligen Gral der Dungeon Crawler gefunden.

Wie auch immer man zu Kickstarter und den Projekten dort steht, wenn man Gloomhaven haben möchte, ist es kaum ratsam darauf zu warten, dass es regulär in den Handel kommt. Die Zeit, die die 2nd Edition KS Kampagne benötigt hat um das Projektziel (100k) zu erreichen war in etwa die Zeit der Verfügbarkeit der Retail-Exemplare auf dem freien Markt: ca. 5 Minuten. Wer sich also mit dem Gedanken befasst, sich Gloomhaven zu besorgen und ein wenig Geduld hat, sollte sich die bis zum 1ten Mai laufende KS Kampagne ansehen. Die Ungeduldigen müssen auf den Sekundärmarkt ausweichen, wo es allerdings durchaus akzeptable Preise gibt.

Eine kleine Linksammlung zu Gloomhaven:

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Der beste Spieletisch der Welt (7) – Das Railsystem

Ein „Clou“ am Rathskellers-Tisch ist das „Railsystem“. Letztendlich ist das ganze eine Schiene die Rund um den Tisch eingelassen ist, in der diverses Zubehör eingehängt werden kann. Wie kinderleicht das funktioniert sieht man (hoffentlich) in folgender Bilderstrecke. Das Zubehör lässt sich positionieren indem man es vorne ganz leicht anhebt und dann lässt es sich leicht verschieben. Lässt man es dann wieder runter, sitzt es wieder bombenfest.

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Trickerion Inlay (2)

Alle Maße in mm, wenn nicht anders angegeben 3mm Schaumkernplatten verwenden. Abstände und Höhen sind Innenmaße.

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Der Tray für die Karten:
Basis: 216 x 76
Höhe (innen): 45
Trenner (4 Stück): 30×70
Abstände (vLnR innen): 60, 63, 15, 30, 30
Unter dem Tray in gleichmässigen Abständen 4x „Streifen“ (aus 5mm Schaumkernplatten) kleben. Alternative: Die Höhe des Tray um 5mm innen anheben.
IMG_0002Der Tray für die Counter:
Basis: 102×95
Höhe (innen): 34
Trenner: 95×34, 50×34
Fachgröße: 36×50 (Gold), 55×50 (Silber), 95×32 (Marker)

 

 

 

IMG_0003Die Trays für die Gegenstände (3x):
Basis: 123×33
Höhe (innen): 19
Trenner (3x): 26×19
Unter den Tray einen schmalen 4mm Streifen (3mm Dicke) kleben. Abstand zur vorderen Kante 3mm.
Größe der Fächer: 26
Beim zweiten Tray die Fächer um 3mm „anheben“, und bei dritten um 6mm. (2x3mm)

IMG_0004Der Tray für die Goldklumpen:
Basis: 123×101
Höhe (innen): 11

 

 

 

 

IMG_0005Der Tray für die Spielerfarben:
Basis:217×100
Höhe: 22
Trenner: 94×22
Abstand: 49

(Die Streifen auf dem Foto unter dem Tray ignorieren)

IMG_0006Der Tray für die grösseren Karten:
Basis: 283×63
Höhe vorne/seite (innen): 49
Höhe hinten (innen):61
Höhe vorne/links (innen): 20 (102mm von links, 12mm nach hinten)
Höhe hinten/links (innen): 49 (122mm von links)
Trenner: 57×49 (2x), 97×49, 54×61 (5mm Schaumkernplatte)
Abstände: 117 (links), 98 (rechts), 17 (rechts/vorne), 7 (mitte/vorne)

 

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Schaumkern-Inlay für Trickerion

Diese Galerie enthält 7 Fotos.

Ich habe mal wieder zum Skalpell gegriffen und ein Inlay für Trickerion gebaut. Das ist meine bisher komplexestes Inlay, was ich komplett selber entworfen habe. Wenn man die Kiste öffnet liegen die Regel und die „Spielerhilfsbücher“ obenauf: Darunter befinden sich … Weiterlesen

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Spirits of the Rice Paddy & Ligarückrundenstart

Diese Galerie enthält 9 Fotos.

Was tut man am Ligarückrundenstart wenn dazu das Wetter mies ist? Richtig, man packt ein schön Spiel auf den Tisch und legt los. Tja, nur was tun wenn einem gerade die Mitspieler temporär abhanden gekommen sind? Nun mal kann trotzdem … Weiterlesen

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Rathskellers Gewinnspiel

Ich bin mir ja zu nix zu schade, deswegen mache ich mal ganz uneigennützig (One table is not enough) und schamlos Werbung für das Gewinnspiel von Rathskellers, welches noch 10 Tage läuft. Zu gewinnen gibt es zwar keinen Tisch, aber immerhin einen Teil davon (in Form eines anständigen Rabattes) und einiges „drumherum“ (Spiele, Würfelturm, Metallmünzen).

Vieleicht interessiert es ja den ein oder anderen. Das ich ziemlich schwer begeistert von deren Spieletischen bin, ist vermutlich noch niemandem aufgefallen.

Hier geht es zum Rathskellers Gewinnspiel.

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Der beste Spieletisch der Welt (6) – Kommentierte Galerie

In der „default Konfiguration“ ist der Tisch ein typischer Esstisch: Getränkehalter halten sowohl die Gläser wie auch die Flaschen bis 0.5l: Die „richtigen“ Gläser passen auch direkt ohne runter zu fallen: Auch Weinkenner müssen ihr edles Getränk nicht schnöde auf … Weiterlesen

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Der beste Spieletisch der Welt (5)

Nun ist es es gute 4 Wochen her, seitdem ich einen neuen Spieletisch im Wohnzimmer stehen habe und inzwischen hat auch das ein oder andere Spiel einen Stopp eingelegt:

  • T.I.M.E. Stories
  • The Game
  • Hick Hack
  • Gelb gewinnt
  • Abluxxen
  • Träxx
  • Istanbul
  • Lewis & Clark
  • Die Belagerung von Minas Tirith (aus der HdR Risiko Erweiterung)
  • Texas Holdem
  • Herr der Ringe (von Kosmos / 2000)
  • Angriff der Klonkrieger
  • Das Konzil der Vier
  • Qwixx
  • Die Legenden von Andor: Chada & Thorn
  • California Gold
  • Mr. Jack
  • 6 Nimmt!
  • Maus & Mystik

Fast alle Accessoires und div. Varianten der Tischkonfigurationen sind zum Einsatz gekommen und nun ist es Zeit ein Kurzzeitfazit zu ziehen um diese Blog-Reihe zum Abschluss zu bringen.

IMG_2930Der Tisch hat meinen alten Spieletisch abgelöst, welcher nicht als reiner Spieletisch sondern im Wohnzimmer als Tisch für alle Lebenslagen genutzt werden soll. Ein Grossteil der Zeit wird der Tisch also als ganz normaler verwendet: Als Esstisch, Tisch für Hausaufgaben, Arbeitstisch (nicht Arbeitsplatte) für Notebook und ähnliches. Die Höhe ist 4cm höher als gewohnt, was der Vollausstattung mit LED-Stripes, Soundsystem und Schubladen geschuldet ist. Anfangs etwas ungewohnt, ist der Unterschied aber nicht so gross das die Umstellung grössere Schwierigkeiten gemacht hat, zumal sich die neue Höhe als ausserordentlich günstig heraus stellt. Dazu komme ich aber später. An die neue Höhe hat man sich schnell gewöhnt und die Grösse von 200x110cm ist dem was man gewohnt ist (210x99cm) recht nahe, was aber direkt von jedem positiv bemerkt wird, ist das nun etwas mehr Platz in der Mitte des Tisches ist, wenn man z.B. Gläser, Schüsseln oder div. Utensilien abstellen möchte.  Das macht sich speziell bei der Nutzung als Esstisch bemerkbar. Geplant habe ich den Tisch für 8 Personen, 12 Personen können noch bequem dran sitzen ohne sich allzusehr einzuengen. Die gut 100 Mails die für die Detailplanung ausgetauscht wurden, waren also nicht ganz für die Katz‘.

Natürlich ist es nicht das was den Tisch als Spieletisch ausmacht, aber auf die Alltagstauglichkeit lege ich sehr viel Wert. Die Basis muss einfach stimmen und die ist doch noch ein Stück besser. Zwar ist der bisherige Tisch flexibel von 160-360cm ausziehbar, aber hier kämpft man schonmal mit den Tischbeinen die je nachdem etwas störend sind, aber damit arrangiert man sich natürlich.  Diese Flexibiliät habe ich gerne gegen eine Verbesserung bei allem anderen eingetauscht, da sich schnell eine Größe heraus kristallisiert die man fest eingestellt lässt.

IMG_2956Doch jetzt zu der Nutzung als Spieletisch. Jahrzehnte habe ich an normalen, flachen Tischen Spiele gespielt und der „Cellar“ ist schon etwas anders, was man schlecht beschreiben kann, man muss es einfach mal ausprobieren um es zu verstehen. Es ist einerseits praktisch, andererseits auch sehr komfortabel. Da sich die Größe des Cellars sich anpassen lässt kann man, je nach dem wie groß er ist, einen Teil des Tisches für Knabeneiern, Getränke und sonstiges verwenden. Sollte man den ganzen Cellar verwenden, kann man zusätzliche Ablageflächen IMG_2931über das Schienensystem schaffen. Unfällen mit Getränken beugt man am einfachsten mit Getränkehalten vor. Diese eignen sich – wie der Zufall es will – perfekt für die McD-Cola-Gläser und die McD-Kaffeetassen (ohne Henkel). 0.3l und 0.5l Flaschen oder Dosen passen auch direkt in die Halter hinein, ob es Zufall ist oder Absicht: Es ist ausserordentlich praktisch. Ebenso lassen sich die Getränke-Halter wunderbar als Würfelbecher-Halter gebrauchen. Damit sind die Dinge, die man wohl am häufigsten neben einemIMG_2935 Spiel auf einem Spieletisch findet, ordentlich und praktisch verstaut. Auch Weinliebhaber können ihr Glas in dem Weinglas-Halter sicher unterbringen.

IMG_2959Wenn der Cellar nicht geeignet oder gewünscht ist, kann man entweder den Tisch herkömmlich verwenden oder aber die Vliesauflage aus dem Cellar als Pokerauflage auf dem Tisch nutzen. Der Vlies von Simonis lässt Stimmung wie im Casino aufkommen, was speziell bei reinen Kartenspielen zu überzeugen weiss.

Das LED System im Cellar mag man als Spielerei die das Ambiente unterstreicht abtun, es erweist sich auch als nützlich z.B. wenn Würfel in eine Ecke fallen gibt es keine störende Schatten wenn das LED System genutzt wird. IMG_2941Aufgrund des Cellar kommen Würfelteller oder Würfeltürme weit seltener zum Einsatz, und wenn doch gibt es auch verschiedene Varianten. z.B. eignet sich ein Multifunktionstray sowohl als Halter für einen Würfelturm, wie auch als integrierter Würfelturm. Die Trays eignen sich auch als Aufbewahrung für Spielmaterial oder sonstigem Zubehör, welches man gerne griffbereit halten möchte,.

Der Umbau des Tisches, auf die für den spezifischen Einsatzzweck, ist richtig schnell gemacht. Einfacher und schneller als ich z.B. meinen bisherigen Tisch in der Grösse variieren konnte.

IMG_2949Ein weiteres kleines Highlight bei den Accessoires, ist das persönliche Spielertableau, welche neben einer Ablagefläche, einem Tray für Spielmateriel (Geld, Ressourcen, etc) einen 2-reihigen Kartenhalter bereit stellt – der Komfort beim Spielen ist ungleich höher und verzichten möchte niemand darauf, der es einmal genossen hat.

Wenn man die LED Beleuchtung als verzichtbaren Luxus ansieht, wird man bei dem Soundsystem vielleicht mit dem Kopf schütteln. Nichts desto trotz halte ich das Soundsystem für absolut gelungen. Zum einen ist die Kangqualität mehr als annehmbar. Es ist gar so gut, das ich erwähge die klobige Stereoanlage komplett aus dem Wohnzimmer zu verbannen. Sicher ist das Soundsystem des Tisches nicht besser oder auch nur genau so gut wie das meiner Anlage, aber als Hintergrundberieselung oder zur Untermalung der Stimmung beim Spiel (oder auch beim Essen) hat es sich tatsächlich als besser geeignet gezeigt. Während die mächtigen Boxen der Anlage von einer Seite die Spieler beschallt, kommt der Sound nun unmittelbar aus dem Tisch – und sogar der Bass kann sich sehen spüren lassen. Hier komme ich nun aber auch zum grösste (weil einzigem wirklichen) Kritikpunkt: Das LED & BT Soundsystem und die Integration. Diskret betrachtet sind beide Systeme für sich vollkommen in Ordnung geht was etwas mehr ins Detail, findet man einige Kleinigkeiten die man durchaus verbessern könnte:

  • das BT Soundsystem lässt sich nicht per Smartphone ein/ausschalten, sondern man muss es mit der seperaten Fernsteuerung ein oder ausschalten, wobei es sich selbstständig ausschalten wenn es einige Minuten nicht genutzt wird. Das ist kein grösseres Thema, aber sicher nicht optimal. Zum einen ist es seit BT 4.0 kein Hexenwerk mehr via BT Geräte einzuschalten und zum anderen wäre ist die Abschaltzeit nicht konfigurierbar. Es sind fix 5 oder 10 Minuten (hab’s nicht gemessen) , danach ist ein Griff zur seperaten Remote notwendig (die selber eine IR Remote ist).
  • BT und LED System haben jeweils eine eigene Remote. Das ist natürlich der Tatsache geschuldet, das es sich um 2 einzeln verbaute Systeme handelt. Zudem ist die LED Remote RF und die BT Remote wie gesagt IR. Ich würde mir ein System wünschen, welches optional auch per App vom Smartphone steuerbar ist. Die eine Remote sollte  BT oder RF sein, da IR nunmal eine Sichtlinie zum Empfänger benötigt.
  • beides Systeme werden von einem Netzteil versorgt, was zu dem Phänomen führen kann das die Systeme sich gegenseitig beeinflussen. Das ist zwar normalerweise nicht der Fall, aber wenn man die 12V Stromzuführung verlängert kann ein minderqualitatives durchschnittliches Amazon-Kabel zu einem kaum hörbaren Brummen bei bestimmten LED Betriebsarten führen. Eine saubere Trennung der Stromversorgung beider Systeme ist hier wünschenswert.

Ein weiteres Gimmick bietet der Tisch noch, welches erwähnenswert ist: Unter dem Vlies ist eine Plexisglasplatte, welche Freunde von Spielen mit Papierplänen ganz sicher zu schätzen wissen. Diese Platte lässt sich direkt im Cellar nutzen, in dem man einfach den Vlies entnimmt, einen Plan unter die Platte legt und losspielt. Alternativ kann man die Platte natürlich herkömmlich auf den Tisch legen, oder die Poker-Varient so abändern das der Vlies durch die Plexischeibe ersetzt wird. Angesichts das die Spiele mit Papierplänen die ich habe eher „langläufer“ sind, wird man zwar nicht zu dieser Variante greifen wollen, denn im Cellar zu spielen hat den Charm das man eine „Spielpause“ einlegen kann ohne das Spiel abzubauen und den Tisch trotzdem weiter benutzen zu können – für eine Pizza, ein anderes Spiel oder auch ein spontanes Kaffeekränzchen. Die Spielerhand und das Material hat jeder schnell in einer der integrierten Schubladen verstaut.

Zugegeben, ein Tisch mit Cellar ist etwas anderes und zumindest ganz anfangs etwas ungewohnt. Man gewöhnt sich allerdings so schnell dran, das man nicht mehr ohne Spielen möchte. Der Cellar ist etwas niedriger als die Tischhöhe die man gewöhnt ist, der Rand ist dagegen etwas höher. Dadurch schaut man etwas mehr von oben auf das Spielgeschehen und hat dadurch einen besseren Überblick.

Die Jungens von Rathskellers haben in einem Gespräch angedeutet das sie Ideen für weitere Accessoires haben. Im Grunde ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Auf meinem letzten Spieleabend hatte jemand (scherzhaft) die Idee eines Tischmülleimers, der nicht auf dem Tisch steht, sondern in das Schienensystem eingeklinkt wird. Warum nicht? Irgendwohin muss man mit der Verpackung der Süssigkeiten die im laufe eines Abends vernichtet werden ja hin. So abwegig wie es sich zuerst anhört ist es gar nicht. Ich bin auf jedenfall gespannt ob und was noch an Zubehör kommt.

Diesen Tisch kann man zu Recht als „besten Spieletisch der Welt“ bezeichnen. Das ist ein ganzes Stück Geschmacksache, ob man nun einen Tisch von Geek Chic oder Geeknson oder halt Rathskellers bevorzugt. Das rundum-sorglos-Paket von Rathskellers macht wirklich Spass. Es wurde viel liebe ins Details gesteckt und Millimetergenau nach meinen Ansprüchen gefertigt. Das merke ich mit jedem Spiel was ich daran spiele. Ggf. gibt es mal ein Upgrade für das BT/LED System, da es so verbaut ist, das man auch selber Hand anlegen kann, steht dem nichts im Wege. Elektronische Komponenten können auch mal früher oder später das zeitliche segnen. Ein Austausch ist rel. leicht gemacht. Fehlt nur noch das eierlegende-BT-Sound-LED-Wollmilchsausystem.

Wer sich für ein paar mehr bildhafte Eindruck interessiert, kann ja mal in die kommentierte Bildergalerie reinschauen.

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