Würfelspiel: Harvest Dice

1+
  • avatar

pure Schweinepower

Würfelspiele sind erstaunlicher Weise bisher noch überhaupt nicht vertreten in diesem Blog, dabei bilden sie doch quasi das „Rückgrad“ einer zünftigen Spielekultur. „Opener“, „Absacker“, ein flottes Spiel zwischendurch mit den Kids oder auch nur der entspannte Abend im Urlaub, ist ohne Würfelspiele kaum denkbar. Generationen haben mit Yazzee, Kniffel oder einer der zahlreichen Derivaten viel Spaß gehabt und es gibt keinen Anlass davon auszugehen, dass sich das in Zukunft ändern wird. Würfelspiele bieten einfach mit wenig Aufwand einen hohen Spielspaß und sind ein fester Bestandteil in allen meinen Spielrunden.

Auch Harvest Dice (deutscher Titel: Würfelgemüse) von Danny Devine erschienen 2017 bei Board & Dice schlägt in genau diese Kerbe und ist ein einfaches und schnelles Würfelspiel, bei dem allerdings das Drafting der Würfel aus einem gemeinsamen Pool im Mittelpunkt steht. Die Würfel in 3 Farben dienen dazu ein Gemüsebeet zu befüllen, während die nicht genommenen Würfel das entsprechende Gemüse auf dem Markt wertvoller macht. Da jede Gemüsesorte (=Farbe) zusammenhängend angepflanzt werden muss, wird man auch mal gezwungen einen Würfel an die Schweine zu verfüttern. Das bringt zum einen Punkte und zum anderen mehr Flexibilität bei zukünftigen Pflanzungen.

Ein höchst kurzweiliger aber durchaus intelligenter Spaß für zwischendurch oder durchaus auch für mehrere Partien am Stück, die sogar ein wenig dazu auffordert, sich „künstlerisch“ auszutoben, da das Gemüse gerne auch gezeichnet werden darf.

Externe Quellen/Links:

Attila

Über Attila

Ich Spiele alles. Von Kinderspielen über Euro-Games, jeder Komplexität, bis hin zu CoSim's. Potentiell gibt es kein Genre, was ich nicht spiele - das Spiel muss halt für mich in der entsprechenden Gruppe einen Reiz haben. Ich mag's gerne, wenn es was länger dauert und auch etwas komplizierter ist. Wenn nicht, auch gut.
Dieser Beitrag wurde unter attila-products, Brettspiele, Würfelspiel abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Würfelspiel: Harvest Dice

  1. MissBayBee MissBayBee sagt:
    1+
    • avatar

    Hallo,

    Harvest Dice wird bei mir auch immer wieder gerne mal zwischendurch gespielt. Bietet es doch auch eine Einsteigervariante, die das Spiel zwar weniger taktisch macht, da jedes Gemüse nur einen gleichen Wert von 1 hat, aber das erste Spiel sehr einfach erklären lässt. Man sollte aber auf jeden Fall die Expertenversion (heißt die so?) spielen, da erst hier das Spiel seine kleine taktische Varianz zeigt.

    LG
    Martina

  2. ode ode sagt:
    0

    Gefällt mir auch sehr gut! Haben wir gestern mal wieder gespielt. Leider spielen wir es viel zu selten. Es ist zwar gut, kann aber meiner Ansicht nach nicht mit den Größen des Genres mithalten. Und da wir derzeit wirklich sehr oft abends im Garten sitzen und Würfelspielchen spielen, gibt es doch immer wieder Spiele, die wir vorziehen. Das Schicksal teilt es sich übrigens mit Doodle City. Auch richtig gut, aber nicht so die absolute Spitzenklasse.

    Was mich bei Harvest Die so ein wenig stört ist, dass man eine Transferleistung bringen muss. Man wählt eine Farbe, zeichnet aber eine Form. Das verwirrt selbst mich zu Beginn immer wieder. Das legt sich dann im Verlauf der ersten Partie wieder. Für Kenner kein wirkliches Problem. Aber das ist schon suboptimal gemacht. Größere Würfel mit einer Symbol/Zahl-Kombination wären sicher besser gewesen. Das klingt nun alles nach furchtbarem Rumgemecker ohne wirklichen Grund, aber genau solche Fallen – und es gibt Spieler, die so was stört – sollte ein Redakteur eben umschiffen. Es sei denn, sie bringen Spielreiz mit sich. Es ist etwas, was keinen Spielreiz hat, aber eben den Zugang zum Spiel erschwert. So was gehört wegredigiert.

    Darüber hinaus stört mich ein wenig die Unwucht bei der Schweinetabelle. Hier sind hohe Zahlen schlicht besser als kleine Zahlen und das fängt sich nirgendwo anders auf. Das führt eben dazu, dass die Spieler zu Beginn schnell hohe Zahlen abgreifen um Schweine zu kreuzen und die kleinen Zahlen zum Anpflanzen da sind. Hier fehlt etwas Ausgleichendes. Das ist jetzt auch nicht soooo wichtig, aber die ganz hohe Spieldesignschule ist es eben auch nicht.

    Soll jetzt auch nicht so klingen, als hätte ich nur rumzumeckern. Das sind eben so Punkte, aber im Kern ist es ein wirklich tolles, kleines, feines Roll&Write.

    • Attila Attila sagt:
      0

      Gerade die „Transferleistung“ macht das Spiel besonders. Ohne dieses Element würde etwas fehlen. Bei und werde übrigens am Anfang keinesfalls die hohen Würfel automatisch an die Schweine verfüttert. Hat sich nicht wirklich bewährt – ist Anfangs eher nicht so lukrativ.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.