Vergessene Perle: Tacara

Tacara mit Seefahrererweiterung

Damals, in den „guten alten Zeiten“, als Eggert-Spiele noch winziger Kleinverlag war, der mit kreativen Ideen überzeugte, kam von diesem Verlag ein einfaches, aber sehr gelungenes Autorennspiel aus dem Jahre 2001: Tacara 

Tacara überzeugt dadurch, dass es nicht mit Würfeln oder Karten die Autos antreibt, sondern die Autos werden über eine Art „Geschwindigkeitsvektor“ angetrieben, ähnlich wie es bei Bolide von Ghenos aus dem Jahre 2005 auch funktioniert. Zentraler Punkt des Rennspiels ist die Vorausplanung der Spielzüge über mehrere Spielrunden hinweg. Anders als bei den allermeisten Rennspielen, ist das „um die kurve Fahren“ nicht obligatorisch, weil Bestandteil der Rennstrecke. Dadurch, dass die Bewegung des Wagens über einen Bewegungsvektor abgebildet wird, den man nicht willkürlich festlegen kann, sondern den man Runde für Runde nur etwas anpassen kann, geht das Spiel nicht so leicht von der Hand wie ähnliche Spiele mit Karten oder Würfeln als Antrieb.

Um der – auch 2001 schon bekannten Analyse Paralyse – etwas vorzubeugen, sieht die Regel eine dem Schach entliehene „berührt-geführt“ vor, welche man auch in der Erstpartie konsequent anwenden sollte. „Rumprobieren“ und „ach ne, ich mach den Spielzug nochmal ganz anders“ ist pures Gift für den Spielspaß. Gleiches gilt, wenn die Spieler 7 Minuten für einen Spielzug benötigen.

Das Spiel ist heute nur noch schwierig zu bekommen, aber ab und an findet man noch ein bezahlbares Exemplar. Definitiv eine kleine Perle aus der „kreativen Phase“ von Eggert-Spiele.

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Über Attila

Ich Spiele alles. Von Kinderspielen über Euro-Games, jeder Komplexität, bis hin zu CoSim's. Potentiell gibt es kein Genre, was ich nicht spiele - das Spiel muss halt für mich in der entsprechenden Gruppe einen Reiz haben. Ich mag's gerne, wenn es was länger dauert und auch etwas komplizierter ist. Wenn nicht, auch gut.
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